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Bericht über das 59. Bundestreffen des Heimatkreises Hohenelbe/Riesengebirge e. V. am 7. und 8. September 2019 in Marktoberdorf

Datum:
Tue Oct 01 2019 00:00:00 GMT+0200
Kategorie:
Sonstiges

Mit seinem zweitägigen 59. Bundestreffen am 7. und 8. September 2019 in der Patenstadt Marktoberdorf setzte der Heimatkreis Hohenelbe/Riesengebirge unter dem Leitwort „Brücken bauen und Brückenbauer bleiben“ ein weiteres Zeichen für seine Tätigkeiten im Sinne der europäischer Verständigung.

Trotz stark zurückgehender Mitgliederzahl konnten in den letzten Jahren mehrere Projekte im Riesengebirge angestoßen und finanziell unterstützt werden.

 

Die Zahl der tschechischen Gäste beim diesjährigen Bundestreffen hielt sich in Grenzen, aber der Besuch des ehemaligen Bürgermeisters Oldrich Simek aus Spindlermühle mit Dolmetscher Alexander Schreier aus Niederlangenau sowie des Bürgermeisters Petr Matyas mit seiner Delegation aus Rochlitz waren begrüßenswert.

 

Der Einladung der Stadt Marktoberdorf zum traditionellen Empfang im Rathaussaal am Samstagvormittag waren 30 Gäste gefolgt. In Anwesenheit des Altbürgermeisters Werner Himmer und des Vertreters der Sudetendeutschen Landsmannschaft Herrn Hanke unterstrich Zweiter Bürgermeister Wolfgang Hannig in seiner Ansprache die enge Verbundenheit der Patenstadt mit den Riesengebirglern sowie die Bestrebungen des Heimatkreises, das Erbe für nachfolgende Generationen zu bewahren.

 

Zentrales Thema bei der Mitgliederversammlung am Samstagnachmittag im Veranstaltungszentrum MODEON war die Wahl eines neuen Vorstandes. Da mangels neuer Bewerbungen eine Neubesetzung des Vorstandes nicht denkbar war, schien nur eine Fortsetzung der Tätigkeit mit dem alten Vorstand möglich. So sprachen sich die Anwesenden einstimmig für diese Lösung aus.

 

Des Weiteren befasste sich der Vorstand – im Einvernehmen mit der Stadt – mit der Neubesetzung der Museumsleitung und der Nachfolge einer Kassenprüferin. Beide Punkte konnten zur Zufriedenheit der Teilnehmer gelöst werden.

 

An der Sitzung der Heimatortsbetreuer unter der bewährten Leitung von Bärbel Hamatschek nahmen 30 Heimatortsbetreuerinnen und -betreuer teil. Obwohl neue HOBs gewonnen werden konnten, sind nach wie vor einige Orte unbesetzt.

 

Es wurde beschlossen, das 60. Bundestreffen im September 2020 in Bensheim durchzuführen.

 

Zum Festabend präsentierte sich das MODEON dank der guten Vorarbeiten des 2. Vorsitzenden Gerhard Baumgartl in schönem Blumenschmuck und entsprechender Beflaggung. Die exzellente Bewirtung seitens des Restaurants wurde von allen begrüßt. Die musikalische Begleitung durch das Jugendblasorchester und die deftig-humorvolle Präsentation der „Geschichte der Schwarzen Witwe“ durch die Stadtführerin von Marktoberdorf trugen mit zur guten Stimmung bei.

 

In seiner Festansprache appellierte der 1. Vorsitzende Christian Eichmann an die Landsleute, im Heimatkreis mitzuarbeiten, die Kontakte mit den tschechischen Nachbarn zu suchen und die grundsätzliche Aufgabe „Erinnern – Verstehen – Versöhnen“ nicht aus den Augen zu verlieren.

 

Zweiter Bürgermeister Wolfgang Hannig hob hervor, die Treffen der Erlebnisgeneration böten die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und Wissen aus erster Hand weiterzugeben. Dies wisse die Patenstadt zu schätzen. Er begrüße es, dass der Heimatkreis auch an der Aufarbeitung der Geschichte bei den tschechischen Nachbarn beteiligt sei.

 

Zum Abschluss des Treffens wurde am Sonntagvormittag beim Kriegerdenkmal auf der Buchel aller Verstorbenen gedacht. Am Rübezahldenkmal sprach Prof. Dr. Otto Weiß über das Erscheinungsbild des Rübezahls in der heutigen Zeit. Mit viel Nass von oben begleitete der Himmel die Gedanken und Gesänge.

 

Am Sonntagnachmittag wurde im MODEON ein neuer Film über das Riesengebirge vorgeführt. Mit den stimmungsvollen Bildern aus der Heimat im „Gepäck“ traten dann die Landsleute die Heimreise an.

 

Am Montag nach dem Treffen konnte Gerhard Baumgartl wiederum mehrere Teilnehmer zur traditionellen Rundfahrt durch das Ostallgäu begrüßen.

 

 

Christian Eichmann

1. Vorsitzender

 

Verena Schindler

Pressereferentin