Stadtinfo

Altes Schloss und Kirche, Bild fotografiert von: Stefan Schmid, Original im Stadtarchiv

Stadtgeschichte

Ein guter Ort zum Leben - das wussten schon die alten Römer!

Erste Siedlungsspuren gingen auf die Kelten zurück, 15 v. Chr. folgten die Römer. Die Reste einer Villa Rustica, eines römischen Gutshofes, sind im eindrucksvoll gestalteten Römerbad  in Kohlhunden zu bewundern. Im Zuge der großen Völkerwanderungen kamen die Alamannen und im 8. Jahrhundert folgten die Franken. Oberdorfs günstige Lage veranlasste die Franken hier einen Königshof zu erbauen. Zu dieser Zeit missionierte der Mönch Magnus das Allgäu und auch Oberdorf wurde christlich. 1299 übernahmen die Fürstbischöfe des Hochstiftes Augsburg dann die Herrschaft, die bis zur Säkularisation andauern sollte. Die Fürstbischöfe waren es auch, die als Residenz ein Schloss zu Oberdorf erbauten, das erstmals 1424 urkundlich erwähnt wird. 1453 verlieh Kaiser Friedrich III. Oberdorf das Marktrecht - ein wichtiger Impuls für die Entwicklung des Ortes.

1722 wurde das Schloss im damals aktuellen Barockstil erneuert und von den Fürstbischöfen als beliebtes Jagdschloss und Sommerresidenz genutzt. Baumeister war der gebürtige Oberdorfer Johann Georg Fischer. 1732 wurde mit dem Bau der prachtvollen Kirche St. Martin begonnen und 1774 ließ der letzte Fürstbischof zu Oberdorf, Kurfürst Clemens Wenzenslaus, die Lindenallee anlegen.

1803 ging dann das Hochstift Augsburg in das Kurfürstentum und spätere Königreich Bayern über. 1876 erfolgte der Anschluss an das Eisenbahnnetz, Handel und Industrie blühte auf. 1930 baut Fendt hier seine ersten Traktoren. Vor dem 2. Weltkrieg waren noch beschauliche 2.800 Einwohner registriert, durch den Zuzug von Heimatvertriebenen und Flüchtlingen stieg die Zahl an und schließlich wurde 1953 aus Markt Oberdorf die Stadt Marktoberdorf. 1967 wurde stolz der 10.000sten Einwohnerin gratuliert und durch die Gebietsreform von 1972 kamen die umliegenden Gemeinden Bertoldshofen, Geisenried, Leuterschach, Rieder, Sulzschneid und Thalhofen a. d. W. dazu.

Heute zählt unsere Ostallgäuer Kreisstadt ca. 18.300 Einwohner, wir können uns mit unserem vielfältigen Kulturangebot schmücken und haben dank florierender Industrie- und Gewerbebetriebe eine sehr niedrige Arbeitslosenquote. Es gibt ausreichend Kindertagesstätten für alle unsere kleinen Bewohner, Grundschulen, Förder-, Mittel-, Realschule und ein Gymnasium und für alle Aktiven über 200 Vereine – kurz, auch heute ein guter Ort zum Leben!

Interessante Details zur Geschichte finden Sie in unserem Stadtmuseum und im Heimatmuseum im "Hartmannhaus".